13.02. – 17.02.2006: RRZN-Workshop »Parallele Programmierung«
Parallele Rechnerarchitekturen werden immer häufiger eingesetzt. Sie werden überall dort gebraucht, wo die Leistung eines einzelnen Prozessors nicht mehr ausreicht, Ergebnisse in akzeptabler Zeit zu erzielen. Parallelrechner verfügen über mehrere Prozessoren und sind in der Lage, eine signifikant höhere Rechenleistung zu erbringen als serielle Rechner.
Am RRZN werden Parallelrechner schon seit geraumer Zeit eingesetzt. So ist die schon etwas in die Jahre gekommene SUN Enterprise 10000 ein Parallelrechner mit gemeinsamem Speicher.
Linux-Cluster spielen eine immer wichtigere Rolle. Am RRZN ist eine solche Anlage im Frühjahr 2005 beschafft worden.
Darüber hinaus ist das RRZN eines der beiden Betreiber-Rechenzentren des HLRN, des Norddeutschen Verbundes für Hoch- und Höchstleistungsrechnen.
Clusterarchitekturen bestehen aus Knoten, die idealerweise über ein schnelles Kommunikationsnetzwerk miteinander verbunden sind. Ein Knoten besteht aus einem Mehrprozessorrechner mit gemeinsamem Speicher, ein so genannter SMP-Knoten. Der HLRN-Rechner besitzt eine solche Architektur (IBM Power4, 32-Prozessor-SMP-Knoten, verbunden über High Performance Switch) ebenso wie der RRZN-Linux-Cluster (AMD Opteron, 4-Prozessor-SMP-Knoten, verbunden über Infiniband-Netzwerk).
Die Programmierung von Parallelrechnern erfordert Ansätze, die über die Programmierung von seriellen (Einprozessor-) Rechnern hinausgehen. Parallele Programmiermodelle werden maßgeblich durch die Rechnerarchitektur bestimmt. Cluster sind Systeme mit verteiltem Speicher, sie müssen die Kommunikation zwischen den Knoten über Nachrichtenaustausch (Message Passing) realisieren (z. B. MPI). Auf einem einzelnen SMP-Knoten hingegen können verschiedene Prozesse (oder Threads) mit gemeinsamem Speicher arbeiten (z. B. OpenMP).
Das RRZN trägt dieser Thematik u.a. dadurch Rechnung, dass es dazu den Workshop »Parallele Programmierung« anbietet.
Inhalt des Workshops
Es werden die Grundlagen der parallelen Programmierung vermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf den Programmiermodellen MPI und OpenMP. Des Weiteren werden Werkzeuge zur parallelen Programmentwicklung, wie z. B. der parallele Debugger TotalView, vorgestellt. Praktische Übungen bilden einen wesentlichen Teil des Workshops.
Teilnehmerkreis: Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Hannover sowie aus dem Bereich des HLRN, die derzeit oder demnächst Parallelrechner nutzen.
Voraussetzungen: Programmierkenntnisse in Fortran und/oder C sowie Grundkenntnisse in Unix sind erforderlich.
Termin: 13.2. - 17.2.2006
Zeiten:
Montag | 13:00 – 17:00 Uhr |
Dienstag bis Donnerstag | 9:15 – 17:00 Uhr |
Freitag | 9:15 – 13:00 Uhr |
Ort: Ausbildungsraum des RRZN
Links:
- HLRN
- RRZN-Linux-Cluster
- Kursanmeldung


