SAP-System QS1 knackt 500 GB-Grenze
Das RRZN betreibt innerhalb des Projektes Uni2001 einen Teil der SAP-Systeme der Universitäten Niedersachsens. Neben der Leibniz Universität Hannover werden auch die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Hochschule für Musik und Theater Hannover, die Stiftungsuniversität Hildesheim und die Leuphana Universität Lüneburg von der SAP-Installation in Hannover versorgt.
Das System QS1 dient einerseits der Konsolidierung von Änderungen an den Programmen und Einstellungen (Customizing) des SAP-Systems, zum Anderen enthält es Bereiche (Mandanten), in denen die Benutzer geschult werden (»Schulungsmandant«) oder ihre Fähigkeiten erproben können (»Spielwiese«). Das System enthält daher etwas mehr als das Doppelte der Datenmenge des Produktivsystems, das jeweils nur einen Mandanten pro Universität enthält. Die Datenmenge von 500 GB entspricht dabei etwa 120 Mio. Buchungsvorgängen in den Modulen FI und CO.
Das Datenbankwachstum verzeichnet einen ausgeprägten Knick im ersten Quartal des Jahres 2007, der durch einen Wechsel des Datenbankproduktes verursacht wurde. Danach steigt das Datenbankvolumen z.T. stufig, was durch Mandantenkopien verursacht wird, die für die Aktualisierung des Datenbestandes von Zeit zu Zeit erforderlich sind.
Das Datenbankvolumen wird kontinuierlich überwacht, um Schlüsse auf die zukünftige Belastung abzuleiten, wie sie z.B. für die Hardwarebedarfsplanung nötig sind. Trotz der immensen Datenmenge dauert ein Online-Vollbackup der Datenbank nur ca. 5 Stunden, was auf die performante FiberChannel-Architektur des Speichernetzwerkes (SAN) zurückzuführen ist. Die Basisgruppe verfolgt ein zweistufiges Backup-Konzept, bei dem die Backups zunächst auf einen lokalen Backup-Server abgelegt und von dort in das Bandrobotor-System der LUH übertragen werden.


