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Audio-/Video-Streaming

Einsatzgebiete für das Streaming von Audio-/Videodaten im Internet liegen z.B. in der Bereitstellung von Vorlesungsmitschnitten oder der Liveübertragung von Veranstaltungen. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zu dieser Technik sowie den vom RRZN angebotenen Diensten.

Streaming versus Download

Eine Möglichkeit besteht darin, die Audio-/Videodateien zum Download bereitzustellen, z.B. auf einem WWW- oder FTP-Server. Dies ist für die Nutzer jedoch mit langen Wartezeiten verbunden, da die Wiedergabe der Dateien erst nach dem vollständigen Herunterladen möglich ist. Im Gegensatz dazu gibt es die Methode des Streaming. Von Streaming spricht man, wenn Multimedia-Inhalte von einem Server abgerufen werden und in Echtzeit, d.h. noch während des Herunterladens, dargestellt werden. Dabei wird auf dem Client-Rechner ein Puffer angelegt, in dem während des Abspielens jeweils ein kleiner Teil der Mediendaten zwischengespeichert werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass es auch bei kurzzeitigen Unterbrechungen des Datenstroms keine Aussetzer beim dargestellten Bild/Ton gibt. Ein dauerhaftes Abspeichern der dabei abgerufenen Daten auf dem Client-Rechner ist in der Regel nicht möglich (und oft vom Anbieter auch nicht gewünscht).

Verbreitete Streaming-Formate

Im Wesentlichen sind die folgenden Dateiformate für Multimedia-Streaming verbreitet:

Diese Formate basieren prinzipiell alle auf einer ähnlichen Architektur. Um ein Streaming zu ermöglichen, müssen die häufig bereits vorliegenden Mediendateien in ein Streaming-Format konvertiert werden, in dem sie auf dem Streaming-Server bereitgestellt werden. Von dort können sie dann mit einem entsprechenden Player, der meist in einen WWW-Browser oder im Falle von Flash-Videos sogar direkt in eine Webseite eingebunden wird, auf dem Client-Rechner abgerufen werden. Für die genannten Formate sind Player zumindest in einer Basisversion kostenlos erhältlich.

Viewer: Streaming-Client

Die Streaming-Inhalte können einfach in ein bestehendes Web-Angebot eingebunden werden, indem ein Link mit der Adresse einer so genannten Meta-Datei eingefügt wird, in der wiederum auf die auf dem Streaming-Server abgelegte Mediendatei verwiesen wird. Das Abspielen eines solchen Medienstroms auf dem Rechner des Benutzers geschieht mit einer Abspielsoftware.

Bei FlashVideos muss hierfür nur der Flash-Player als Plugin im Browser des Client-PCs installiert sein. Hiermit können dann sämtliche Flash-Videos abgespielt werden. Die Verbreitung dieser Software auf Client-PCs ist im Vergleich mit anderen Formaten sehr hoch.

Die freie Variante der Software für RealMedia-Dateien ist der »Real Player«. Die Verbreitung dieser Software auf Client-PCs hat in den letzten Jahren etwas nachgelassen.

Einen kostenlosen und empfehlenswerten RealMedia Streaming-Client und Mediaplayer aus der OpenSource-Welt erhalten Sie mit dem Paket »Real Alternative«. Dieses Paket ist auch in der Version »QuickTime Alternative« für die Wiedergabe von QuickTime Dateien erhältlich. Beide Pakete können Sie gleichzeitig auf Ihrem System installiert haben.

Live-Streaming

Im Gegensatz zum bisher dargestellten »Video on Demand«-Streaming, bei der vorbereitete Mediendateien auf einem Server bereitliegen, gibt es auch die Möglichkeit des »Live«-Streaming. Dabei werden live aufgenommene Video-/Audiodaten in Echtzeit - »on the fly« - in das entsprechende Format konvertiert und zum Server übertragen. Sie stehen dort sofort zum Abruf bereit. Dies ermöglicht die Live-Übertragung von Veranstaltungen im Internet.

Die »On the fly«-Codierung findet auf einem Rechner statt, der z.B. ein Videosignal von einer angeschlossenen Kamera bekommt. Dieser Rechner übermittelt den von ihm erzeugten Medienstrom dann an den Streaming-Server, der ihn zum sofortigen Abruf bereitstellt. Bedingt durch die Konvertierung, die Übertragung und die Pufferung bei der Wiedergabe kommt es hier allerdings zu Latenzzeiten, so dass die Wiedergabe über das Internet mit bis zu einer Minute Verzögerung stattfindet. Für die weitaus meisten Einsatzszenarien dürfte diese Verzögerung aber akzeptabel sein. In interaktiven, bidirektionalen Anwendungen werden Latenzzeiten von möglichst deutlich unter 1 Sekunde gefordert. Dazu sind Videoconferencing-Techniken (z.B. H.323 oder MPEG-2 über IP) wesentlich besser geeignet (siehe Artikel: »Das H.323-Videoconferencing Angebot des RRZN«).

Gleichzeitig mit dem Live-Streaming kann ein so erzeugter Medienstrom auch zum späteren Abruf auf dem Übertragungs-PC oder auch direkt auf dem Streaming-Server gespeichert werden.

Das Streaming-Angebot des RRZN

Das RRZN betreibt eine FlashMedia-Server, der sowohl ein Streaming von aufgezeichneten Videos im FLV-Format als auch ein Live-Streaming (z.B. als Übertragung von Veranstaltungen) ermöglicht. In der letzten Zeit wurde per Live-Streaming u.a. die Weihnachtsvorlesung des Fachbereiches Physik übertragen. Auch Vorlesungen aus verschiedenen Fachbereichen werden über diesen Server per Streaming übertragen und stehen live zum Abruf bereit.

Weitere Informationen zum eingesetzten Format finden Sie im Abschnitt Flash-Video.

Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an

Uwe Oltmann, Telefon 3137

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Letzte Änderung: 05.12.2012
 
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