INTER-FACE
Entwicklung und Einsatz eines multimedialen telemedizinischen Videokonferenzsystems in heterogenen Umgebungen, am Beispiel einer interdisziplinären computerunterstützten Therapieplanung von Form- und Lageanomalien des Kiefer- und Gesichtsschädels
Mit dem Projekt INTER-FACE soll eine Systemumgebung bereitgestellt werden, über die niedergelassene Zahnärzte und Kieferorthopäden mit einem Spezialistenteam in einem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten können. So kann für Patienten mit Form- und Lageanomalien der Kiefer ein optimales Behandlungergebnis erreicht werden. Bei den in der präoperativen Planungsphase regelmäßig durchgeführten Konferenzen werden die beteiligten Kompetenzzentren der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (München), der Kieferorthopädie (Düsseldorf) und der Plastischen Chirurgie (Stuttgart) in die Beratungsphase mit dem niedergelassenen Zahnarzt/Kieferorthopäden und seinem Patienten einbezogen.
Eine Multimedia-Videokonferenz in hoher Qualität soll mit der Übertragung weiterer Daten (intraorale Kamera, Röntgen- und Computertomographie-Bilder) und einer interaktiven Videoimaging-Planung kombiniert werden. Die Datenübertragung erfolgt mit einem Raster-Imaging Whiteboard. Die Anwendung soll unter ein einheitliches Frontenddesk gestellt werden. Diese exemplarisch in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zu entwickelnde Anwendung lässt sich einfach und schnell auch auf andere medizinische Anwendungen einer verteilten Arbeitsumgebung portieren.
Das Projekt INTER-FACE, mit dem die Kommunikationsinfrastruktur für die präoperative Planungsphase erheblich verbessert wird, ist die logische Weiterführung des Münchner DFN-Projektes »CAFCAS – Nutzung breitbandiger Kommunikationsinfrastrukturen zur iterativen Qualitätskontolle und -verbesserung am Beispiel der Planung und Simulation komplexer Operationen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich« und des Hannoveraner DFN-Projektes »Werkzeuge zur Unterstützung multimedialer Online-Konferenzen im MBone«. Durch die Weiterführung hier gewonnener Erfahrungen kann durch Einsatz moderner Hochleistungskommunikationstechnologie der eigentliche operative Eingriff weiter optimiert werden.
Laufzeit
1. Dezember 2000 – 31. Juli 2003
Projektleitung
- Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Hans-Florian Zeilhofer
Hightechforschungszentrum – Center for Advanced Studies in Cranio-Maxillofacial Surgery - Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Robert Sader
Hightechforschungszentrum – Center for Advanced Studies in Cranio-Maxillofacial Surgery
Partner
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), St. Augustin
- Klinik für Plastische Chirurgie,Gesichts-, Kiefer-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Marienhospitals Stuttgart
- Poliklinik für Kieferorthopädie Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Landeskrankenanstalten Salzburg
- Leibniz Rechenzentrum München der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- Lehrstuhl für Kommunikationsnetze, Technische Universität München
- Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V. (DFN-Verein)
- Regionales Rechenzentrum für Niedersachsen, Universität Hannover
Dokumente
Der Abschlussbericht wird mit dem Projektende verfügbar.
Finanzierung
Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V. (DFN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

