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Die Heterogenität von Wirtschaftssubjekten hinsichtlich sozioökonomischer Charakteristika, wie beispielsweise Vermögen und Bildungsstand, ist ein bedeutsamer Aspekt bei wirtschaftspolitischen Fragestellungen. In jüngster Zeit werden solche Aspekte auch in aggregierten, makroökonomischen Modellen verstärkt berücksichtigt, um beispielsweise die Verteilungswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen analysieren zu können.
Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Gleichgewichtsmodelle mit unvollständigen Marktstrukturen herangezogen, um derartige Verteilungswirkungen zu untersuchen. Die Modellstruktur bringt es mit sich, dass diese Modelle einer analytischen Lösung nicht zugänglich sind und numerische Verfahren wie die dynamische Optimierung zur Lösung und Simulation genutzt werden müssen. Zudem ist die Anwendung dieser Lösungsverfahren aufgrund der Komplexität der Modelle zum Teil äußerst rechenintensiv.
Analysen solcher Modelle erlauben es, die Konsequenzen von unvollständigen Marktstrukturen und idiosynkratischen Risiken sowohl auf der Makroebene, d.h. im Hinblick auf gesamtwirtschaftliche Größen, als auch auf der Mikroebene, d.h. im Hinblick auf einzelwirtschaftliche Größen, im Zusammenspiel mit alternativen wirtschaftspolitischen Maßnahmen -- wie zum Beispiel Änderungen bei der Besteuerung -- zu beschreiben.
Im Vergleich zu den auf einfachen makroökonomischen Modellen beruhenden Resultaten ergeben sich dabei zum Teil erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Wirkungsweise dieser Maßnahmen.
Weitere Informationen:
Leibniz Universität IT Services - URL: www.rrzn.uni-hannover.de/cluster_ivwl.html
Dr. Paul Cochrane, Letzte Änderung: 18.02.2011
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