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Neuer Server für die Langzeitspeicherung und Archivierung von Daten

Das RRZN wird den Instituten der Leibniz Universität Hannover zukünftig einen neuen Server mit neuer Hard- und Software-Plattform zur Langzeitspeicherung und Archivierung ihrer Daten zur Verfügung stellen. Das neue System dient als Ablöse-/Nachfolge-System des derzeitigen Servers »asterix« mit der UniTree-Software, der schon seit längerer Zeit aufgrund der Volumen-Lizenz an die Grenze seiner Aufnahmekapazität gestoßen ist.

Terminplan:    

29.11.06, ab 14:00h   Einfrieren des alten Servers (1)
04.12.06, ab 09:00h   Freischaltung des neuen Servers


(1) »Einfrieren« bedeutet dabei, dass auf Daten zwar noch lesend zugegriffen werden kann, deren Modifikation und Erweiterung aber nur noch später im neunen System möglich ist (s. u.).

In dem neuen System ist eine Quotierung (besonders bei der Dateien-Anzahl) geplant !

Neue Hard- und Software

Als Filesystem und Software wurde SAM/FS der Firma Sun ausgewählt. Es wird damit ein hierarchisches Filesystem realisiert (ähnlich wie bei UniTree), bei dem die Dateien in ein normales Unix-Disk-Filesystem geschrieben werden (als Cache) und damit auch automatisch auf Tape kopiert und danach ggf. aus dem Cache wieder gelöscht werden.

Die Hardware des SAM/FS-Servers besteht aus einer Sun V890 mit einem 1,5 TB Disk-Cache und der Anbindung an den bekannten Tape-Roboter ADIC Scalar10.000. Zur Speicherung der Daten auf den Tapes wird dort LTO2-Technologie eingesetzt.

Der Zugangs-Server (auch »Frontend«), auf den die Nutzer zum Transfer und zur Verwaltung ihrer Dateien in SAM/FS zugreifen, ist eine Sun V210.

SAM/FS ist ein gängiges File-System im Wissenschaftsbereich, das zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst, beim Alfred-Wegener-Institut und bei der DLR zum Einsatz kommt.

Migration der Daten von UniTree nach SAM/FS

Der Zugangs-Server samfs.rrzn.uni-hannover.de ist in die übliche Nutzer-Verwaltung für UniCS, E10K, Asterix usw. eingebunden. Auf ihm wurde ein Filesystem mit einer identischen Dateibaum-Struktur eingerichtet, wie es sie unter UniTree gibt. In dieses Filesystem wurden in den letzten Wochen die Daten von den UniTree-Tapes migriert und damit auch gleichzeitig auf die SAM/FS-Tapes gesichert.

Der »Umzug« sollte beim Zugriff auf die Daten bezüglich der Dateistruktur und der Datenhaltung transparent sein.

Zugriff auf die Daten

Wie oben beschrieben, ist SAM/FS ein ähnliches Unix-Filesystem wie UniTree. Um den Übergang zu erleichtern, ist für den Start zunächst auch ein ähnlicher ftp-Zugang wie dort implementiert. Danach soll es mittelfristig einen gesicherten Zugang über ein Web-Interface geben.

An einer detaillierten Anleitung zur Nutzung von SAM/FS wird zurzeit noch gearbeitet; sie ist ab 01.12.06 auf unsen Web-Seiten unter Zentrale Server>Archiv und Backup zu finden.

Ende UniTree und Beginn SAM/FS

Um die Migration aller Daten nach SAM/FS abschließen zu können, wird UniTree am 29.11.06 ab 14h auf »read-only« gesetzt (eingefroren). Das Lesen der Daten ist dann noch möglich, eine Modifikation und Neuaufnahme dann später nur noch in SAM/FS.

Für den endgültigen Abschluss von UniTree wird der Zeitraum 29.11. bis 03.12. benötigt; erst danach kann die Freischaltung von SAM/FS erfolgen. Das bedeutet, dass neu zu schreibende Daten von den Instituten selbst in dieser Zeit zunächst lokal gespeichert werden müssen.

Der Lese-Status für UniTree wird nach der Migration noch für eine gewisse Zeit verfügbar sein.

Mit der Einführung von SAM/FS ist eine Quotierung der Daten geplant!
Dies gilt besonders für die Dateien-Anzahl. Es sollten daher, besonders bei vielen kleinen Dateien, von vornherein bevorzugt Archive wie .zip- oder tar-Files in SAM/FS gespeichert werden.

Ansprechpartner zu SAM/FS und zur Migration:

  • Herr Ansgar Giesker (-3848)
  • Herr Wolfgang Kamps (-19084)

Leibniz Universität IT Services - URL: www.rrzn.uni-hannover.de/datenarchivierung.html
 
kamps, Letzte Änderung: 24.02.2009
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