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D-Grid

D-Grid-Integrationsprojekt

Das D-Grid-Integrationsprojekt am RRZN/L3S wurde am 25. Juli 2005 vom BMBF bewilligt, Projektbeginn ist bereits der 1. September 2005. Der Förderumfang für das RRZN/L3S beläuft sich auf 5,5 wissenschaftliche Mitarbeiter, die Laufzeit beträgt in der ersten Phase (DGI-1) 2 Jahre. Die zweite Phase (DGI-2) wurde mit einer Laufzeit von drei Jahren bis zum 31. Dezember 2010 bewilligt.

Das D-Grid-Integrationsprojekt hat das Ziel, sowohl durch die Bündelung schon bestehender Grid-Aktivitäten im internationalen Kontext als auch durch Koordination mit den gleichzeitig startenden Community-Projekten (insbesondere aus Hochenergiephysik, Astrophysik und Klimaforschung) eine Deutschland übergreifende Grid-Infrastruktur zu schaffen, die zunächst für die Wissenschaft und später für die Industrie zur Basis neuer, Grid-basierter Arbeitsformen werden wird. Das RRZN/Forschungszentrum L3S ist im Rahmen des mit insgesamt 5 M€ geförderten D-Grid-Integrationsprojekts federführend für die Bereiche

  • Accounting und Billing,
  • Performance von Transportprotokollen,
  • Security in Grid-Umgebungen mit den Schwerpunkten Authentifizierung und Autorisierung sowie Einsatz von Firewalls.

Laufzeit

DGI-1: 1. September 2005 – 29. Februar 2008

DGI-2: 1. Januar 2008 – 31. Dezember 2010

Projektleitung

Die Gesamtprojektleitung für das DGI liegt beim Forschungszentrum Karlsruhe.

  • Teilprojekt "Accounting und Billing": Prof. Dr.-Ing. Gabriele von Voigt
  • Teilprojekte "Transportprotokolle" und "Security": Prof. Dr.-Ing. Christian Grimm

Das Projekt ist im Forschungszentrum L3S angesiedelt.

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bekanntmachung "e-Science und Grid-Middleware zur Unterstützung wissenschaftlichen Arbeitens".

D-Grid-Produktionsumgebung

Frontends

Der Zugang zu den Rechenressourcen der D-Grid Produktionsumgebung am RRZN wird den D-Grid Nutzern durch drei Frontends für die Grid-Middlewares UNICORE 5, LCG/gLite 3.0 sowie Globus Toolkit 4.0 ermöglicht. Diese implementieren einen UNICORE Network Job Supervisor (NJS) sowie das TORQUE Target System Interface (TSI). Weiterhin steht ein LCG Computing Element (CE) sowie ein Globus Grid Resource Allocation Manager (GRAM) zur Verfügung.

Der Zugriff auf die Massenspeicher-Ressourcen wird über eine leistungsfähige dCache-Installation ermöglicht, die aus einem dCache Administrationsknoten und zwei dCache Pool-Nodes besteht.

Rechen-Cluster

Die Rechenressourcen der D-Grid Produktionsumgebung am RRZN werden durch ein Cluster-System auf Intel X86_64 Basis gebildet. Die Verwaltung von Rechen-Jobs erfolgt auf einem Batch-Server und wird durch die Software MAUI/TORQUE realisiert.

Für die Bearbeitung von Rechenaufträgen stehen 60 Worker-Nodes zur Verfügung. Jeder Knoten verügt über zwei Intel Xeon 5355 Quad-Core CPUs und 16 GB Arbeitspeicher. Die Kommunikation zwischen den Knoten erfolgt über einen hochperformanten Infiniband-Interconnect (20 Gbps, 4x DDR) sowie über Gigabit-Ethernet.

SAN-Infrastruktur

Durch die SAN-Infrastruktur der D-Grid Produktionsumgebung werden sowohl die dCache-Installation als auch das Cluster-System mit flexiblem und leistungsfähigem Massenspeicher versorgt. Es stehen zwei EMC CX3-40 bzw. CX3-40f Systeme mit zusammen ca. 115 TB Speicher zur Verfügung, die mittels 4Gbps Fibre-Channel redundant an einen Cisco MDS 9509 SAN Director angeschlossen sind. Die Anbindung der Ressourcen erfolgt wahlweise über Fibre-Channel mit einer Datenrate von 4Gbps oder über iSCSI per Gigabit-Ethernet.

Grid-Umgebung am RRZN
Konfigurationsskizze der Grid-Umgebung im RRZN

Grid-Testbed

Zur Durchführung der Arbeiten in den D-Grid Projekten DGI-2 sowie GDI-Grid betreibt das RRZN eine leistungsfähige Testumgebung, die aktuell aus 45 Knoten mit insgesamt 110 CPUs, 130 GB RAM sowie 13 TB Massenspeicher bestehen.

Die Installation der drei in den D-Grid Projekten und der D-Grid Infrastruktur verwendeten Grid-Middlewares (UNICORE, LCG/gLite, Globus Toolkit) auf diesen Systemen ermöglicht umfassende Tests von Konfigurationen sowie Eigententwicklungen von Middleware-Komponenten und Grid-Anwendungssoftware.

Leibniz Universität IT Services - URL: www.rrzn.uni-hannover.de/grid.html
 
Prof. Dr. M. Smith, Letzte Änderung: 15.03.2012
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