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Das universitäre Datennetz (UH-Netz), ein universelles Netz zur Bereitstellung und Inanspruchnahme von Netzdienstleistungen

  • Das universitäre Datennetz (UH-Netz) ist auf der Grundlage der landesweiten Empfehlungen der Landeshochschulkonferenz zu „Planung, Realisierung und Betrieb informationstechnischer Infrastrukturen am Hochschulstandort“ , Mai 1998, errichtet worden und wird als universell nutzbares Netz weiter ausgebaut.
  • Das UH-Netz besteht auf der Netzschicht 1 aus drahtgebundenen und drahtlosen Übertragungswegen mit folgenden Parametern:
    • Lichtwellenleiter in der Primär- und Sekundärebene
    • Kupferverkabelungssysteme der Klassen D und E gemäß DIN 50173 in der Tertiärebene
    • Funk übertragungsstrecken im Frequenzbereich von 2,4GHz bis 38GHz
  • Auf der so genannten Link-Ebene, der Netzschicht 2, werden als Link-Protokolle eingesetzt:
    • Ethernet (10, 100, 1000Mbit/sec)
    • ATM
    • IEEE802.11a/b/g/n für die Funk-Übertragung im 2,4- und 5GHz-Bereich
  • Die Netzschicht 3 wird durch IP als Netzwerkprotokoll gebildet. Sie homogenisiert die darunter liegenden Schichten 1 und 2 zu einem IP-Netz mit Zugang ins deutsche Wissenschaftsnetz (G-WiN) und damit in das weltweite Internet. Der Adressraum der Universität Hannover wird im wesentlichen durch die Netzadresse 130.75.0.0 gebildet.
  • Durch Einsatz aktiver Netzkomponenten (Ethernet Switches, Router) wird das IP-Netz der Uni Hannover in verschiedene Broadcast-Domänen strukturiert. Die Bildung virtueller Netze ermöglicht auch geografisch verteilte Broadcast-Domänen. Einrichtungen der Universität bilden üblicherweise jeweils eine eigene Broadcast-Domäne.
  • Die Adressvergabe erfolgt in der Regel statisch, kann bei Bedarf aber auch dynamisch erfolgen. Darüber hinaus können auch private Adressräume verwendet werden und über eine NAT – Funktion für die Kommunikation mit „außen“ in reale Adressen überführt werden.
  • Der Übergang in eine Broadcast-Domäne kann zusätzlich durch Schutzfunktionen (z.B. Firewall-System, VPN-Server) zugangsgesichert werden. So erfolgt die Kommunikation mit Anschlüssen im Verwaltungsnetz über ein Firewall-System. Der Zugang aus dem WLAN in das Festnetz des UH-Datennetzes erfolgt über einen VPN-Server. Nur Teilnehmer, die auf dem Authentifizierungs-Server der Universität (Radius-Server) administriert sind, erhalten Zugang aus dem Funknetz in das Festnetz.
  • Das RRZN betreibt das universitäre Datennetz und stellt als Basisdienst einen IP-Netzdienst zur Verfügung. Oberhalb der IP-Schicht bietet das RRZN den Nutzern der Universität selbst weitere Netzdienste an (z.B. email-Dienst, Zugang ins Internet, WWW-Service). Aufsetzend auf dem Basisdienst IP können in Abstimmung mit dem RRZN aber auch andere Dienstleister der Universität Dienstleistungen anbieten (z.B. IP-Telefonie, Zeiterfassungssysteme, Management technischer Einrichtungen, Verzeichnisdienste). Die Koordination aller über das UH-Netz angebotenen Dienstleistungen obliegt dem RRZN.
  • Obwohl das universitäre Datennetz sich in den vergangenen Jahren als sehr robust erwiesen hat, übernimmt das RRZN keinerlei Verfügbarkeitsgarantien und Garantien für die Zeitdauern bei Störungsbehebungen.
  • In Ausnahmen stellt das RRZN als Netzbetreiber Ressourcen der Schicht 1 (Faserstrecken, Kupferadern, Funkkanäle ohne Management) zur Verfügung, ebenso Ressourcen der Schicht 2 (z.B. Funkstrecken inkl. eines Streckenmanagements). Dieser Bedarf ist im Einzelfall ausführlich zu begründen. Für die bereitgestellten Ressourcen wird grundsätzlich vom RRZN ein Entgelt erhoben.

Leibniz Universität IT Services - URL: www.rrzn.uni-hannover.de/netz_uhnetz.html?&L=2
 
Uwe Klinger, Letzte Änderung: 09.02.2010
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