HELCA

HELCA - Hannover E-Learning Campus

Zur Verstetigung von E-Learning an der Universität Hannover wird vom 01.07.2005 bis zum 30.06.2008 am Forschungszentrum L3S unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nejdl das Projekt „HELCA – Hannover eLearning Campus“ (www.l3s.de/helca) im Rahmen des BMBF-Förderprogramms „Neue Medien in der Bildung“ (hier: Förderlinie (a) E-Learning-Integration) durchgeführt.

Bisher befand sich der Einsatz von E-Learning an der Universität Hannover in einer Pilotphase mit vielen und sehr erfolgreichen Einzelprojekten. Fokussiert auf eine mehrwertorientierte Ergänzung der Präsenzlehre soll nun der Übergang in einen Regelbetrieb erreicht werden. Voraussetzung dafür sind grundlegende Veränderungen der Organisation und neu profilierte Aufgaben, die sämtliche Bereiche der Hochschule betreffen.

Ziel des HELCA-Projekts ist primär die Optimierung der Strukturen, um die Lehrangebote und die auf das Studium bezogenen Dienstleistungen an der Universität Hannover u. a. durch den wesentlichen Einsatz von E-Learning in einen Prozess der permanenten Verbesserung der Qualität und Effizienz zu überführen. Dazu wird ein „Chief eLearning Officer“ (CELO, Beauftragter für technikgestützte Lehre und Multimedia) mit enger Anbindung an die Hochschulleitung und an die im Aufbau befindlichen „Chief Information Officer“-Strukturen (CIO, Beauftragter für Integratives Informationsmanagement) eingerichtet.

Eine E-Learning-Support-Abteilung (ELSA) wird ein nachhaltiges, gebündeltes Service-Angebot aufbauen und die Koordination von bisher dezentralen Zuständigkeiten übernehmen. Als Basis dienen die in früheren E-Learning-Vorhaben gewonnenen Erfahrungen sowie die an der Universität Hannover bereits aufgebauten Infrastrukturen und Services. Zusätzliche Personalbedarfe, die durch ELSA, durch internationalisierte Studiengänge, durch die Erweiterung des Lehrangebots um Weiterbildungsstudiengänge sowie im Bereich der Digitalen Bibliothek entstehen, werden langfristig durch zunehmenden Einsatz von WWW-basierten, automatisierten Werkzeugen und durch die Umwidmung frei werdender Stellen kompensiert. Darüber hinaus sollen Einnahmequellen durch Drittmittelprojekte sowie durch die Vermarktung von Content, Know-how und Infrastrukturen erschlossen werden.

Daraus ergeben sich die folgenden Aufgaben, die im Rahmen des HELCA-Projekts durch Anschubfinanzierung des BMBF gefördert werden und nachhaltig an der Universität Hannover verankert werden:

Entwicklung von Organisation und Nachhaltigkeitsstrategien

  • Organisatorische Maßnahmen
    • CIO-/CELO-Strukturen (Chief Information Officer / Chief eLearning Officer)
    • E-Learning-Support-Abteilung „ELSA“
  • Struktur- und Entwicklungsplan für Digitale Medien als Teil eines umfassenden IKM-Konzepts an der Universität Hannover
    (IKM = Information, Kommunikation, Medien)
  • Entwicklung von Anreiz- und Vermarktungsmodellen sowie Qualitätsmanagement

Aufbau und Integration von personellen und WWW-basierten Dienstleistungen

  • ELSA – E-Learning-Support-Abteilung
    • Angebot und Fortschreibung von Multimedia-Services für Lehre und Forschung
    • Vernetzung mit CIO-/CELO-Strukturen
    • Arbeitsteilung mit Zentralen Einrichtungen, Verwaltungsbereichen und Fakultäten
  • Service-Bereiche – Infrastrukturen und Fachdisziplinen
    • IuK-Systeme: auf Lernplattform basierendes, integratives Portal
    • Multimediatechnik (Raum-Ausstattungen, Netzdienste) und Autorenwerkzeuge
    • Digitale Bibliothek: Nachweis, Archivierung und Bereitstellung
    • Didaktik und Methodik
  • Service-Funktionen – Daueraufgaben und Leistungsangebote
    • Betrieb, Pflege, Fortschreibung der IKM-Systeme und Autorenwerkzeuge
    • Nutzungsunterstützung und Content-Erstellung
    • Evaluation und Qualitätssicherung
    • Beratung, Schulung, Informationsangebot und Hotline

Die Notwendigkeit eines Integrativen Informationsmanagements wird deutlich, wenn in die Betrachtung nicht nur die Mehrwerte einbezogen werden, die durch multimediale Ergänzungen der unmittelbaren Lehre generiert werden, sondern auch solche, die durch technikgestützte organisatorische Hilfsmittel entstehen. Die bereits zu beobachtenden Mehrfachentwicklungen von Verwaltungssystemen und Verzeichnisdiensten – z. B. für Lehrveranstaltungen, Dozenten, Studenten, Prüfungen, Räume und Geräte – müssen dringend vereinheitlicht werden. Dies erfordert Definitionen in Bezug auf die Verantwortlichkeiten für die Pflege von Daten, die Standardisierung von Prozessen, Schnittstellen und Datenflüsse der beteiligten Systeme sowie die Bereitstellung einer komfortablen, webbasierten Oberfläche (Portal), über die ein sicherer, personalisierter Zugang auf möglichst viele Dienste der Universität ermöglicht wird.

Zu den Entwicklungsaufgaben gehört daher in diesem Kontext die Konsolidierung und informationstechnische Integration von Verwaltungssoftware, Lernplattformen, Content-Management, Multimedia-Repositorys sowie Authentifizierungs- und Autorisierungsverfahren.

Laufzeit

01.07.2005 - 30.06.2008

Projektleitung

  • Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, <ma list="{url}">ol</ma>
    Forschungszentrum L3S / Regionales Rechenzentrum für Niedersachsen, Universität Hannover

Dokumente

  • Projektskizze vom 29.09.2004,
  • Projektantrag vom 21.02.2005,
  • Überarbeitete Fassung (Version 2.2) vom 06.04.2005: PDF, ohne Finanzierungsplan.

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" - Förderlinie (a) E-Learning-Integration (Förderbekanntmachung "E-Learning-Dienste für die Wissenschaft", Juli 2004), Projektträger: DLR (siehe auch Portal zum Bereich "Neue Medien in der Bildung": www.medien-bildung.net sowie dortige Projektübersicht zu dieser Förderlinie).

BMBF-Förderkennzeichen: 01PI05002.

Letzte Änderung: 15.03.2012
 
Verantwortlich RRZN