Services > Scientific Computing > ABAQUS > ABAQUS-Tools

ABAQUS Nastran Bulk Data File Translator: fromnastran

Der Translator von NASTRAN nach ABAQUS konvertiert NASTRAN-Schlüsselwörter in einer NASTRAN-Eingabedatei in das entsprechende Äquivalent von ABAQUS. Im Analysis User's Manual, Volume I, Kap. 3.2.17 werden die NASTRAN Entities aufgelistet, die nach ABAQUS konvertiert werden können.

Beispiel: Aufruf

    abaqus fromnastran job=job-name [input=input-file]

ASCII-Konvertierung der Ergebnisdatei (.fil): ascfil

Mit dem Interface-Produkt ascfil erfolgt die Konvertierung der binären Ergebnisdatei (.fil) in eine Datei im ASCII-Format (.fin) zwecks Portierung zwischen verschiedenen Plattformen bzw. auf ein anderes Rechnersystem und dortiger Weiterverarbeitung mit einem anderen Postprocessing-System (z.B. MSC/PATRAN). (siehe Analysis User's Manual Volume I, Kap. 3.2.9)

Beispiel: Aufruf

    abaqus ascfil job=job-name [input=input-file]

Zusammenfassung zweier Ergebnisdateien (.fil): append

Das Produkt ABAQUS/Append ermöglicht die Zusammenfassung von zwei Result Files (.fil) zu einer einzigen Datei zwecks Weiterverarbeitung mit ABAQUS/CAE bzw. ABAQUS/Viewer. (siehe Analysis User's Manual Volume I, Kap. 3.2.10)

Beispiel: Aufruf

    abaqus append job=job-name oldjob=oldjob-name input=input-file

job

Option spezifiziert die Ausgabedatei; der Name ist job-name.fil

oldjob

Der Name der ersten Eingabedatei

input

Der Name der zweiten Eingabedatei. Die input-Datei wird an die oldjob-Datei angehängt.

Extraktion von Beispielen aus Archivdateien: fetch

ABAQUS/Fetch ermöglicht die Extraktion von Eingabedateien (Input Files [.inp], Journal Files [.jnl], User Subroutine Files [.f], Skript Files für parametrische Studien [.psf], usw.) aus komprimierten Archivdateien. Die Dateinamen sind in den folgenden Manuals spezifiziert:

  • ABAQUS Example Problems Manual
  • ABAQUS Benchmarks Manual
  • ABAQUS Verification Manual

Falls keine Dateiextension spezifiziert wird, werden alle Dateien extrahiert, die mit dem vorgegeben Namen übereinstimmen.

Mittels des Interface-Produktes findkeyword können Dateinamen ebenfalls gefunden werden. (siehe auch Analysis User's Manual Volume I, Kap. 3.2.11)

Beispiel: Aufruf

    abaqus fetch job=job-name [input=input-file]

(siehe Analysis User's Manual Volume I, Kap. 3.2.12)

Abfrage der Beispieldatenbanken: findkeyword

ABAQUS/Findkeyword ermöglicht die Abfrage der Beispiel- und Keyword-Datenbanken nach ABAQUS-Keywords und listet alle Eingabedateien auf, die die spezifizierten Keywords enthalten. Die Spezifikation der Keywords erfolgt über die Tastatur. Die Option maximum begrenzt die Anzahl der gelisteten Beispieldateien auf diesen Wert. Standardwert von maximum ist gleich 100.

Beispiel: Aufruf

    abaqus findkeyword job=job-name [maximum=maximum-output]

Beispiel einer Benutzereingabe: ABAQUS-Prompt ist das Zeichen *:

    abaqus findkeyword job=bsp-statik maximum=20
    *STEP
    *STATIC
    *RESTART
    *CR bendet die Eingabe

(siehe Analysis User's Manual, Volume I, Kap. 3.2.11)

Input File und Output Database Upgrade Utility: upgrade

ABAQUS/Upgrade konvertiert eine Eingabedatei (.inp) oder Output Database File (.odb) von früheren ABAQUS-Versionen in die aktuelle Version. Eingabedateien (.inp) mit der Syntax der ABAQUS Version 5.8 und später bzw. Output Database Files (.odb) von Version 6.1 oder später können in Dateien mit der Syntax der aktuellen Version konvertiert werden. Es wird eine log-Datei (.log) generiert, die Errors, Warnings, Diagnostics und Information-Messages enthält. Diese Utility erwartet Eingabedateien im freien Format.

Aufruf:

    abaqus upgrade job=job-name input=old-input-file-name odb=old-odb-file-name fromversion=version-number

(siehe Analysis User's Manual, Volume I, Kap. 3.2.14)

Eingabedateikonvertierung in freies Format: free

ABAQUS/Free konvertiert eine Eingabedatei im festen Format, die in älteren ABAQUS Versionen verwendet wurde, in eine Datei mit freien Format.

Aufruf:

    abaqus free job=job-name input=input-file

 

(siehe Analysis User's Manual, Volume I, Kap. 3.2.16)

Netzwerklizensierung

Das FE-Softwarepaket ABAQUS verwendet den Netzwerk-Lizenzmanager FLEXlm zur Steuerung eines Lizenzservers. Jede ABAQUS-Analyse oder interaktive Anwendung muss den Lizenzserver zu Beginn der Ausführung und periodisch während der Ausführung kontaktieren, d. h. ABAQUS muss eine ununterbrochene Kommunikation mit dem Lizenzserver während der Analyse oder der interaktiven Anwendung haben. Sogenannte Tokens steuern den Zugriff auf ABAQUS. Restriktionen bzw. Reservierungen für Anwender regeln den Zugriff auf ABAQUS über die Option-Datei. FLEXlm stellt Tools zur Verfügung, um die Netzwerklizensierungsaktivitäten zu managen. Der Aufruf der FLEXlm-Lizensierungstools erfolgt mit dem Kommando:

    abaqus licensing tools

Für Anwender stehen folgende Tools zur Verfügung:

lmdiag

Das Tool lmdiag ermöglicht die Problemdiagnose, wenn z. B. keine Lizenz zugeteilt werden kann und spezifiziert gegebenenfalls eine Diagnostik über den Fehlerzustand.

Syntax und Optionen:

lmdiag [feature]

feature

Diagnose nur für dieses feature. Standardmässig wird eine Diagnose aller feature gelistet. Für feature können folgende Schlüsselwörter eingegeben werden:

abaqus standard explicit cae viewer

Aufrufbeispiele:

  • abaqus licensing lmdiag
  • abaqus licensing lmdiag abaqus

 

Imstat

Das Tool lmstat gibt den aktuellen Status aller Netzwerk-Lizensierungsaktivitäten wieder, z. B. alle aktuellen Anwender des individuellen feature.

Syntax und Optionen:

lmstat [-a] [-f [feature]]

-a

Listet Statusinformationen aller Netzwerklizensierungsaktivitäten

-f [feature]

Listet die aktuellen Anwender des spezifizierten feature (siehe die Schlüsselwörter unter lmdiag)

Aufrufbeispiele:

  • abaqus licensing lmstat -a
  • abaqus licensing lmstat -f abaqus

(siehe Analysis User's Manual, Volume I, Kap. 3.2.8)

     

Jobsteuerung

Dies ist ein Tool zur Jobsteuerung und dient zur vorzeitigen Beendigung eines Jobs. Beendigung eines Jobs bedeutet Stop der ABAQUS-Analyse und Freigeben der Lizenz-Token. Dies ist jedoch nur erforderlich, wenn eine Beendigung eines Jobs auf Ebene des Batchsystems (z. B. mit  qdel job-id) fehlgeschlagen ist bzw. der Job auf Programmebene abgebrochen worden ist. In diesem Fall läuft der Job ohne Kontrolle des Batchsystems weiter und blockiert eine Lizenz. Das Kommando zur Terminierung von ABAUS-Prozessen lautet:

    abaqus  terminate  job=job-name

Ob nach einem qdel job-id oder einem Jobabbruch noch ABAQUS-Prozesse weiterlaufen und die Lizenz blockieren, kann man mit den Tools der Netzwerklizensierung überprüfen, z. B.:

    abaqus licensing lmstat -f abaqus
     

Das obige Kommando (abaqus terminate job=job-name) muss auf dem Rechenknoten ausgeführt werden, auf dem der ABAQUS-Job gstartet worden ist. Mit

    ssh compute-node    

wechselt man auf den Rechenknoten, auf dem die ABAQUS-Analyse läuft; hier muss noch die ABAQUS-Initialisierung (module load) durchgeführt werden.

z. B. auf CLUH:  

    ssh lcn08

    module load abaqus

    abaqus terminate job=job-name

Bezüglich der Beendigung von Jobs mit dem Kommando (qdel) siehe auch Kap. 3.4 Abs. a) im Abschnitt Nutzung von ABAQUS auf dem Linux-Cluster cluh.

Scientific Computing

Letzte Änderung: 29.08.2013