Erfolgreicher Workshop: »Cyberspace@RRZN«
Am 11. März 2005 durfte das RRZN Besuch aus den Niederlanden begrüßen. Zu den Gästen zählten Professor Bernard Weerdmeester, sein Kollege Dr. Laurens van Wouwe und ca. 20 Studierende von der Hogeschool van Utrecht, die derzeit ihr Bachelorstudium in Medientechnologie bestreiten. Laut Dr. van Wouwe wird bei diesem neuen Studiengang an der Hoogeschool van Utrecht besonderen Wert auf interdisziplinäres Lernen gelegt. Die Studierenden werden ermutigt, aktuelle Forschungsthemen aufzugreifen und in Gruppenprojekten kreative Lösungsansätze zu erarbeiten.
Ziel der Studierenden war es, sich im RRZN über die aktuelle Forschung zum Thema wissenschaftliche Visualisierung und Force-Feedback-Eingabegeräte zu informieren. Hierzu standen ihnen für Fragen einen Vormittag lang Dr. Stephan Olbrich, fachlicher Leiter wissenschaftliche Visualisierung und Multimedia, sowie Nils Jensen vom Forschungszentrum L3S zur Verfügung.
Nach einer Einführung in die aktuellen Forschungsthemen durften die Studierenden und ihre Professoren die am RRZN zur Verfügung gestellten Geräte ausprobieren. Neben einer Demonstration der In-House Visualisierungssoftware DSVR in neuartiger Verbindung mit dem Force-Feedback-Gerät Phantom erweckte insbesondere die seit 2004 installierte Holobench die Aufmerksamkeit der Besucher aus Amersfoort. Die Holobench (wir berichteten) ist ein modernes großflächiges stereoskopisches 3D-Anzeigesystem, welches von mehreren Hochleistungs-Grafikcomputern angesteuert wird. Gekoppelt mit einem automatischen Positionsbestimmungssystem ermöglicht es Nutzern, animierte 3D-Grafiken interaktiv zu betrachten und zu verändern. Einsatzgebiet ist die Kenntlichmachung komplexer Sachzusammenhänge in numerischen Datensätzen mittels intuitiv erfassbarer visueller Metaphern. Die 3D-Objekte werden hierbei aus den Rohdaten nach mathematischen Regeln generiert.
Die Gäste zeigten sich hochmotiviert und waren begeistert von den professionellen Möglichkeiten, die die virtuelle Realität beim heutigen Stand der Technik bereits bietet … und natürlich kam der Spaß beim Ausprobieren nicht zu kurz!




